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Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz

Unsere Reisegruppe
Auschwitz II (Birkenau)
„Rampe“ in Blickrichtung der gesprengten Krematorien und Gaskammern 2 und 3
Auschwitz II (Birkenau)
Das Innere einer Steinhausbarrake.
Auschwitz II (Birkenau)
„Rampe“ mit Blickrichtung auf das Lagertor im Vergleich 1944 - 2018.
Auschwitz II (Birkenau)
Reste von Barracken.
Auschwitz I (Stammlager)
Krakau
Wawel-Kathedrale (UNESCO Weltkulturerbe)
Krakau
Tuchhallen und Adam-Mickiewicz-Denkmal

"Die Erinnerung ist wie das Wasser: Sie ist lebensnotwendig und sie sucht sich ihre eigenen Wege in neue Räume und zu anderen Menschen. Sie ist immer konkret: Sie hat Gesichter vor Augen, und Orte, Gerüche und Geräusche. Sie hat kein Verfallsdatum und sie ist nicht per Beschluß für bearbeitet oder für beendet zu erklären.“

Noach Flug (1925-2011; Auschwitz-Überlebender und Präsident des IAK)

Rede zum Festakt zum zehnjährigen Bestehen der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ am 23. Juni 2010

Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz - Ein Bericht von Helena Krüger

Auf unserer Fahrt nach Auschwitz haben wir viel gesehen und erlebt. Von einigem möchten wir berichten.

Unsere Reise begann am Sonntagmorgen, dem 9. Februar 2018 am Bahnhof Flöha. Von dort aus ging es weiter nach Görlitz über Dresden und ab Görlitz mit dem Bus nach Oświęcim (Auschwitz). In der internationalen Begegnungsstätte angekommen, wurden wir freundlich begrüßt. Der Abend war dafür vorgesehen, sich innerhalb der Gruppe kennen zu lernen und sich auf die kommende Woche vorzubereiten, denn schon am nächsten Morgen stand der Besuch im Stammlager auf dem Programm. Dort wurden wir über das Gelände geführt, konnten die Baracken besichtigen und erhielten Informationen über das dort Geschehene. Weiterhin bestand am Montag die Möglichkeit, sich mit Dokumenten des Archivs Auschwitz zu beschäftigen. 

Am Dienstag, dem 11. Februar 2018 besuchten wir Auschwitz-Birkenau. Auch dort wurde uns im Rahmen einer Führung das Gelände und die erhaltenen Gebäude gezeigt. Wir betraten die ehemaligen Baracken, standen dort, wo die Häftlinge ankamen und sahen die gesprengten Krematorien. Aus Achtung der Würde dieses Ortes, möchte ich nicht weiter ins Detail gehen, was wir im Stammlager und Auschwitz-Birkenau gesehen haben. Ich möchte nur so viel sagen, dass es einen tiefen Eindruck bei uns hinterlassen hat und dass niemand, der diesen Ort gesehen hat, es je wieder vergessen wird. Nachmittags besuchten wir das jüdische Zentrum in Oświęcim und erhielten dort Einblick in das jüdische Leben im Ort im Laufe der Zeit. 

Am Mittwoch hatten wir die Möglichkeit, uns das Stammlager individuell anzusehen. Dabei waren vor allem die Baracken von Interesse, denn einige enthalten von den Opfergruppen selbstgestaltete Ausstellungen. So gibt es zum Beispiel Expositionen der Länder Israel, Frankreich und Ungarn oder der Gruppe der Sinti und Roma. Am Nachmittag desselben Tages fuhren wir nach Pszczyna und besuchten das dortige Schloss. Ein wunderschönes Gebäude, das so gut wie jeden Baustil in sich vereinigt. Es musste nach dem Krieg keine Plünderung erfahren und kann deswegen eine originale Ausstattung vorweisen. Dieser Besuch wirkte wie ein Kontrastpunkt zu dem vorher Erlebten und als dieser war er auch willkommen. 

Am vorletzten Tag, dem Donnerstag besuchten wir Krakau. Auf einer Stadtführung konnten wir die schönsten Plätze Krakaus kennenlernen. Wir besichtigten auch das jüdische Viertel und die Emaillefabrik des Oskar Schindler. Nachmittags konnten wir die Stadt selbst erkunden und abends trafen wir uns wieder in einem jüdischen Restaurant. Dort konnten wir typisch jüdisches Essen kosten und eine Band spielte traditionelle Klezmer Musik für uns.Der Abend war ein wundervoller Abschluss unserer Gedenkstättenfahrt, denn am nächsten Tag fuhren wir am Morgen wieder Richtung Heimat. 

Die Reise war es absolut wert, eine Woche Ferien dafür herzugeben. Das Programm, das die sächsische Landeszentrale für politische Bildung zusammengestellt hatte, war sehr gelungen und macht es möglich von dieser Fahrt als schöne Reise zu sprechen, auch wenn man es bei dieser Thematik nicht erwartet. 

 

Vielen Dank für die Möglichkeit der Reise, sagt der Geschichtsleistungskurs 12 von Herrn Breiting!



Eine unvergessliche Woche in Szeged

Jeder der das Wort Ungarn hört, denkt sofort an Urlaub, Wein und schönes, sonniges Wetter. Bei unserem Schüleraustausch in die ungarische Stadt Szeged war das Wetter für ungarische Verhältnisse mehr als schlecht (tagsüber um 2°C und Schneefall) und Wein durften wir leider offiziell auch nicht trinken, Trotzdem war es für uns alle eine unvergesslich schöne, erlebnisreiche Woche, die wir auf keinen Fall missen möchten. Wir hatten nicht nur Gelegenheit, viel über Ungarn und seine Menschen zu erfahren, sondern haben auch viele neue Freunde gefunden.

 

Der Austausch fand in der Woche vor den Osterferien statt und wir waren insgesamt 15 Schüler und 2 Lehrer, Frau Rode und Herr Langer. Jeder von uns Schülern hatte seinen ungarischen Austauschschüler schon im Voraus über Instagram, Snapchat und Co. kennengelernt.

Am Samstag ging es dann endlich los. Die 8-stündige Hinfahrt mit dem Zug war ziemlich strapaziös und auf unserem 2-stündigen Stadtrundgang in Budapest regnete es zu allem Überfluss auch noch wie aus Eimern.

Doch der sehr herzliche Empfang durch unsere ungarischen Gastfamilien in Szeged entschädigte für alles. Die privaten Unterkünfte waren sauber und obwohl nicht immer jeder sein eigenes Zimmer bekam, hat es uns doch allen bei unseren Gastfamilien sehr gut gefallen. Essen gab es mehr als genug und auch nicht wenige von uns konnten gleich am ersten Abend typische, ungarische Speisen, wie Langos und Palatschinken genießen.

An unserem zweiten Tag, einem Sonntag, hatten wir Freizeit und konnten mit unseren Austauschschülern individuell planen. Zum Beispiel bot sich ein Besuch in den bekannten Thermen an. Am Abend trafen sich alle Mädchen zum Bowlen in der Innenstadt von Szeged, wobei sich munter, meist auf Englisch, unterhalten wurde. Die ungarische Sprache dagegen war und blieb uns deutschen Schülern ein großes Mysterium. Am Montag ereilte uns der Alltag und wir lernten zum ersten Mal die ungarische Austausch-Schule kennen. Nach einem herzlichen Willkommen und einer kurzen Vorstellungsrunde hatten wir Gelegenheit, unsere vorbereiteten Präsentationen über das jeweils andere Land vorzustellen. Danach wurden wir in gemischt deutsch-ungarische Gruppen aufgeteilt und konnten uns ein Thema wählen, das in der Woche gemeinsam bearbeitet, und am Ende mit Hilfe einer PowerPoint -Präsentation oder einem Video vorgestellt werden sollte. Themen waren z. B. das Essen, Musik oder das Schulsystem. Zum Bearbeiten der Projekte hatten wir immer von 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr Zeit, wobei wir zwischendurch in einem kleinen Restaurant Essen gegangen sind. Am Montagnachmittag konnten wir noch mit einem kleinen interessanten Stadtspiel Szeged erkunden. Weitere Nachmittage verbrachten wir oft in Cafés in kleineren Gruppen oder mit Shoppen in dem dortigen Einkaufszentrum. Den Ópusztaszer-Nationalpark besuchten wir am Mittwoch. Wir konnten dort Ostereier nach traditioneller Art bemalen und das dortige Museum besuchen. Leider war auch dabei das Wetter eher typisch für Sibirien im Winter als für Ungarn im April.

Am Donnerstag wurden dann endlich die mit viel Engagement erarbeiteten Präsentationen vorgestellt, Obwohl die Aufregung im Vorfeld groß war, lief alles perfekt. Der Erfolg wurde am Abend gebührend gemeinsam mit einer Abschlussparty gefeiert. Die ungarischen Schüler und Lehrer hatten für diese Party viel vorbereitet: so gab es selbstgebackene Muffins, Kuchen und viele andere Leckereien. Viele haben sich danach noch in einer Bar in der Innenstadt getroffen. Freitagvormittag hatten wir noch einmal Freizeit, die viele zum ausgiebigen Ausschlafen nutzten. Am Nachmittag mussten wir uns dann leider schon wieder Tschüss sagen, wobei auch nicht wenige Tränen flossen. Alles in allem war unser Ungarnaustausch sehr gelungen und hat uns nicht nur viel Erfahrungen und Spaß, sondern auch viele neue Freunde gebracht. Es lohnt sich auf jeden Fall bei einem Schüleraustausch mitzumachen. Ich persönlich freue mich schon sehr auf den Gegenbesuch der ungarischen Schüler!

 

Zum Abschluss möchten wir uns sehr herzlich bei Frau Rode und Herrn Langer bedanken. Sie haben schon im Vorfeld viel organisiert und vorbereitet, uns stets gut betreut, aber auch den nötigen Freiraum gelassen. Auch den ungarischen Gastfamilien und der Austausch-Schule möchten wir auf diesem Wege vielmals für die Gastfreundschaft und die Herzlichkeit danken. Mit viel Engagement und Freundlichkeit gestalteten die Lehrer und Schüler für uns wunderschöne und erlebnisreiche Tage. Köszönöm és viszontlátásra! Vielen Dank und Aufwiedersehen im September!

 


Besichtigung des Pelletsheizkraftwerkes in Flöha

Am Dienstag, dem 05.06.2017, besichtigten die Mitarbeiter der Schülerfirma Samsolar das Heizkraftwerk der Wohnungsgenossenschaft (WG) Flöha.
Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer der WG Flöha, Herrn Kästner, wurden die Schüler mit dem Aufbau und der Funktion des Heizkraftwerkes vertraut gemacht.
Das Besondere ist, dass in diesem Heizkraftwerk keine fossilen Brennstoffe wie Kohle, Erdöl oder Erdgas verbrannt werden, sondern Holzpellets. Das sind kleine heißgepresste Zäpfchen aus Holzspänen und anderen Holzresten, die bei der Verarbeitung von Bäumen zu Brettern und Balken oder der Verarbeitung anderer Holzteile entstehen.
Dabei wird zwar auch das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid CO2 erzeugt, aber eben nur so viel, wie der Baum zum Wachsen aus seiner Umgebung aufgenommen hat. Man nennt deshalb diese Verbrennung CO2-neutral.
Das Verblüffende an einer Pellets-Heizung ist, das die Pellets wie Öl mit Tankwagen angeliefert werden und durch Druck oder durch einen Schneckenantrieb in Rohrleitungen transportiert werden.
Die beiden Heizkessel des Kraftwerkes versorgen ca. 350 Wohnungen in Flöha. Dabei werden in der Heizperiode im Monat ungefähr zwei Tankzüge voll Pellets verbrannt, wo bei aber nur ca. 300 kg Asche im Jahr anfallen, die auch als Dünger weiterverwendet werden kann.
Nach dem Herr Kästner einige Fragen der Schüler beantwortet hatte, bedankte sich die Schülerfirma beim Geschäftsführer der WG mit zwei Plakaten zur Pellets-Herstellung und zur Pellets-Heizung, die durch den langjährigen Mitarbeiter der Schülerfirma Alister Seltmann gestaltet wurden.

Schülerfirma Samsolar