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Eine unvergessliche Woche in Szeged

Jeder der das Wort Ungarn hört, denkt sofort an Urlaub, Wein und schönes, sonniges Wetter. Bei unserem Schüleraustausch in die ungarische Stadt Szeged war das Wetter für ungarische Verhältnisse mehr als schlecht (tagsüber um 2°C und Schneefall) und Wein durften wir leider offiziell auch nicht trinken, Trotzdem war es für uns alle eine unvergesslich schöne, erlebnisreiche Woche, die wir auf keinen Fall missen möchten. Wir hatten nicht nur Gelegenheit, viel über Ungarn und seine Menschen zu erfahren, sondern haben auch viele neue Freunde gefunden.

 

Der Austausch fand in der Woche vor den Osterferien statt und wir waren insgesamt 15 Schüler und 2 Lehrer, Frau Rode und Herr Langer. Jeder von uns Schülern hatte seinen ungarischen Austauschschüler schon im Voraus über Instagram, Snapchat und Co. kennengelernt.

Am Samstag ging es dann endlich los. Die 8-stündige Hinfahrt mit dem Zug war ziemlich strapaziös und auf unserem 2-stündigen Stadtrundgang in Budapest regnete es zu allem Überfluss auch noch wie aus Eimern.

Doch der sehr herzliche Empfang durch unsere ungarischen Gastfamilien in Szeged entschädigte für alles. Die privaten Unterkünfte waren sauber und obwohl nicht immer jeder sein eigenes Zimmer bekam, hat es uns doch allen bei unseren Gastfamilien sehr gut gefallen. Essen gab es mehr als genug und auch nicht wenige von uns konnten gleich am ersten Abend typische, ungarische Speisen, wie Langos und Palatschinken genießen.

An unserem zweiten Tag, einem Sonntag, hatten wir Freizeit und konnten mit unseren Austauschschülern individuell planen. Zum Beispiel bot sich ein Besuch in den bekannten Thermen an. Am Abend trafen sich alle Mädchen zum Bowlen in der Innenstadt von Szeged, wobei sich munter, meist auf Englisch, unterhalten wurde. Die ungarische Sprache dagegen war und blieb uns deutschen Schülern ein großes Mysterium. Am Montag ereilte uns der Alltag und wir lernten zum ersten Mal die ungarische Austausch-Schule kennen. Nach einem herzlichen Willkommen und einer kurzen Vorstellungsrunde hatten wir Gelegenheit, unsere vorbereiteten Präsentationen über das jeweils andere Land vorzustellen. Danach wurden wir in gemischt deutsch-ungarische Gruppen aufgeteilt und konnten uns ein Thema wählen, das in der Woche gemeinsam bearbeitet, und am Ende mit Hilfe einer PowerPoint -Präsentation oder einem Video vorgestellt werden sollte. Themen waren z. B. das Essen, Musik oder das Schulsystem. Zum Bearbeiten der Projekte hatten wir immer von 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr Zeit, wobei wir zwischendurch in einem kleinen Restaurant Essen gegangen sind. Am Montagnachmittag konnten wir noch mit einem kleinen interessanten Stadtspiel Szeged erkunden. Weitere Nachmittage verbrachten wir oft in Cafés in kleineren Gruppen oder mit Shoppen in dem dortigen Einkaufszentrum. Den Ópusztaszer-Nationalpark besuchten wir am Mittwoch. Wir konnten dort Ostereier nach traditioneller Art bemalen und das dortige Museum besuchen. Leider war auch dabei das Wetter eher typisch für Sibirien im Winter als für Ungarn im April.

Am Donnerstag wurden dann endlich die mit viel Engagement erarbeiteten Präsentationen vorgestellt, Obwohl die Aufregung im Vorfeld groß war, lief alles perfekt. Der Erfolg wurde am Abend gebührend gemeinsam mit einer Abschlussparty gefeiert. Die ungarischen Schüler und Lehrer hatten für diese Party viel vorbereitet: so gab es selbstgebackene Muffins, Kuchen und viele andere Leckereien. Viele haben sich danach noch in einer Bar in der Innenstadt getroffen. Freitagvormittag hatten wir noch einmal Freizeit, die viele zum ausgiebigen Ausschlafen nutzten. Am Nachmittag mussten wir uns dann leider schon wieder Tschüss sagen, wobei auch nicht wenige Tränen flossen. Alles in allem war unser Ungarnaustausch sehr gelungen und hat uns nicht nur viel Erfahrungen und Spaß, sondern auch viele neue Freunde gebracht. Es lohnt sich auf jeden Fall bei einem Schüleraustausch mitzumachen. Ich persönlich freue mich schon sehr auf den Gegenbesuch der ungarischen Schüler!

 

Zum Abschluss möchten wir uns sehr herzlich bei Frau Rode und Herrn Langer bedanken. Sie haben schon im Vorfeld viel organisiert und vorbereitet, uns stets gut betreut, aber auch den nötigen Freiraum gelassen. Auch den ungarischen Gastfamilien und der Austausch-Schule möchten wir auf diesem Wege vielmals für die Gastfreundschaft und die Herzlichkeit danken. Mit viel Engagement und Freundlichkeit gestalteten die Lehrer und Schüler für uns wunderschöne und erlebnisreiche Tage. Köszönöm és viszontlátásra! Vielen Dank und Aufwiedersehen im September!

 

Besichtigung des Pelletsheizkraftwerkes in Flöha

Am Dienstag, dem 05.06.2017, besichtigten die Mitarbeiter der Schülerfirma Samsolar das Heizkraftwerk der Wohnungsgenossenschaft (WG) Flöha.
Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer der WG Flöha, Herrn Kästner, wurden die Schüler mit dem Aufbau und der Funktion des Heizkraftwerkes vertraut gemacht.
Das Besondere ist, dass in diesem Heizkraftwerk keine fossilen Brennstoffe wie Kohle, Erdöl oder Erdgas verbrannt werden, sondern Holzpellets. Das sind kleine heißgepresste Zäpfchen aus Holzspänen und anderen Holzresten, die bei der Verarbeitung von Bäumen zu Brettern und Balken oder der Verarbeitung anderer Holzteile entstehen.
Dabei wird zwar auch das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid CO2 erzeugt, aber eben nur so viel, wie der Baum zum Wachsen aus seiner Umgebung aufgenommen hat. Man nennt deshalb diese Verbrennung CO2-neutral.
Das Verblüffende an einer Pellets-Heizung ist, das die Pellets wie Öl mit Tankwagen angeliefert werden und durch Druck oder durch einen Schneckenantrieb in Rohrleitungen transportiert werden.
Die beiden Heizkessel des Kraftwerkes versorgen ca. 350 Wohnungen in Flöha. Dabei werden in der Heizperiode im Monat ungefähr zwei Tankzüge voll Pellets verbrannt, wo bei aber nur ca. 300 kg Asche im Jahr anfallen, die auch als Dünger weiterverwendet werden kann.
Nach dem Herr Kästner einige Fragen der Schüler beantwortet hatte, bedankte sich die Schülerfirma beim Geschäftsführer der WG mit zwei Plakaten zur Pellets-Herstellung und zur Pellets-Heizung, die durch den langjährigen Mitarbeiter der Schülerfirma Alister Seltmann gestaltet wurden.

Schülerfirma Samsolar