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Die ungarischen Schüler zu Besuch in Flöha

„Üdvözöljük“ beziehungsweise zu Deutsch „Willkommen“ hießen die Schüler unseres Gymnasiums die ungarischen Gäste aus Szeged.

Zum Start des zweiten Teiles unseres internationalen Schüleraustausches trafen die ungarischen Schüler und Lehrer am frühen Mittag des 8. Septembers 2018 am Flöhaner Bahnhof ein. Sofort begann das große Suchen nach seinem persönlichen Gast. Es folgten jede Menge Umarmungen, Begrüßungen und es lag bereits in der Luft, dass sich alle Teilnehmer sehr auf die kommenden sieben Tage freuten, um in das Leben der Gastfamilie und der Deutschen einen Einblick gewinnen zu können. Nach dem Abschied von den begleitenden Lehrern fuhren alle, entweder zu ihrem persönlichen Zuhause, oder zu ihrer Behausung für diese Woche.

Das folgende Wochenende galt allein den Familien. Manche deutsche Schüler zeigten ihren Gästen eher die geschichtliche, archäologische Seite Sachsens, Anderen machten sich eher eine entspannte, lockere Zeit.

Am Montag war das Thema „Chemnitz - Stadt der Moderne“ Programm, welche durch einen Vortrag der deutschen Lehrer eingeleitet wurde. Nach Beendigung der Einführung hieß es nun das Schulhaus in allen Facetten zu ergründen und schlussendlich die deutsche Schulbank zu drücken. Viele mochten den kleinen Exkurs ins deutsche Schulleben, dennoch stellte die Sprachbarriere auch ein gewisses Hindernis da. Zum Anschluss des Tages ging es nun für alle Teilnehmer zum ersten Mal nach Chemnitz. In der Stadt der Moderne wurden zwei Stadtführungen unter deutscher und englischer Leitung geführt um allen die Besonderheiten von Chemnitz zu offenbaren. Nach Beendigung des des offiziellen Teils konnten nun alle „ausschwärmen“. Einzelne fuhren direkt zurück zu ihrem Heimatort, jedoch Viele genossen noch die letzten Sonnenstrahlen und zeigten ihre Lieblingsorte der Stadt.

Der darauffolgende Tag startete in einer eher gemütlichen Uhrzeit. Die Schüler hatten sich im Vorfeld für das SMAC oder das Industriemuseum entschieden und besuchten es um alles genau erforschen zu können. Nach dem leckeren Mittagessen konnten alle frei wählen, was sie im Verlauf des Tages noch unternehmen wollten. Viele entschieden sich dafür bereits ihr Projekt, welches am Montag vorgestellt wurde, in Angriff zu nehmen. Sie durchquerten die Stadt um mit ihren Handy markanten Punkte festhalten zu können. Der Abend klang mit einem gemütlichen Grillen aus.

Der nächste Höhepunkt der Woche folgte am Mittwoch mit einer Führung durch das alte und neue Chemnitzer Rathaus. Nach dieser kulturellen Einlage folgte etwas Sportliches - ein Discofox- Crashkurs stand an. Alle amüsierten sich prächtig und konnten den Anweisungen des Tanzlehrers gut folgen. Der Nachmittag war, wie am Vortag, für persönlichen Wünsche und Aktivitäten offen.

Der vorletzte gemeinsame Tag war auf die Projektarbeit spezialisiert mit anschließenden Präsentationen über die Chemnitzer Architektur und Malerei. Am Tagesende wurde der erfolgreiche Schüleraustausch mit gemeinsamen Abendessen und Bowling spielen in der Räuberschänke gekrönt.

Nun war bereits das Ende nah, als am Freitag der letzte Ausflug nach Dresden begann. Nach einem lustigen und interessanten Stadtspiel erklommen fast alle die Frauenkirche um einen einzigartigen Blick auf die sächsische Landeshauptstadt im Gedächtnis festzuhalten. Als das Mittagessen endete war der unschönste Teil des Austausches gekommen - der Abschied. Es wurde gelacht, geweint, umarmt und versucht die Trauer im Herzen ein wenig zu verbergen, dennoch war es kaum möglich.

Nun war das Abenteuer „Ungarischer Schüleraustausch“ so schnell vorbei, wie es gekommen war. Einfach Schade! Dennoch ist es unausweichlich den Organisatoren, besonders Frau Rothe und Herr Langer, zu danken, für das Bestreben zu diesem einzigartigen Erlebnis. Ich denke im Sinne aller zu sprechen, wenn ich sage, dass es eine unvergessliche, wundervolle Zeit war, wo kaum die Sprachbarriere als Störfaktor empfunden wurde. Es ist eine große Empfehlung für alle, die  etwas über ihren Tellerrand hinaus blicken möchten.

 

Florentine Busch

 Diese Maßnahme wird mitfinanziert  mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Eine unvergessliche Woche in Szeged

Jeder der das Wort Ungarn hört, denkt sofort an Urlaub, Wein und schönes, sonniges Wetter. Bei unserem Schüleraustausch in die ungarische Stadt Szeged war das Wetter für ungarische Verhältnisse mehr als schlecht (tagsüber um 2°C und Schneefall) und Wein durften wir leider offiziell auch nicht trinken, Trotzdem war es für uns alle eine unvergesslich schöne, erlebnisreiche Woche, die wir auf keinen Fall missen möchten. Wir hatten nicht nur Gelegenheit, viel über Ungarn und seine Menschen zu erfahren, sondern haben auch viele neue Freunde gefunden.

 

Der Austausch fand in der Woche vor den Osterferien statt und wir waren insgesamt 15 Schüler und 2 Lehrer, Frau Rode und Herr Langer. Jeder von uns Schülern hatte seinen ungarischen Austauschschüler schon im Voraus über Instagram, Snapchat und Co. kennengelernt.

Am Samstag ging es dann endlich los. Die 8-stündige Hinfahrt mit dem Zug war ziemlich strapaziös und auf unserem 2-stündigen Stadtrundgang in Budapest regnete es zu allem Überfluss auch noch wie aus Eimern.

Doch der sehr herzliche Empfang durch unsere ungarischen Gastfamilien in Szeged entschädigte für alles. Die privaten Unterkünfte waren sauber und obwohl nicht immer jeder sein eigenes Zimmer bekam, hat es uns doch allen bei unseren Gastfamilien sehr gut gefallen. Essen gab es mehr als genug und auch nicht wenige von uns konnten gleich am ersten Abend typische, ungarische Speisen, wie Langos und Palatschinken genießen.

An unserem zweiten Tag, einem Sonntag, hatten wir Freizeit und konnten mit unseren Austauschschülern individuell planen. Zum Beispiel bot sich ein Besuch in den bekannten Thermen an. Am Abend trafen sich alle Mädchen zum Bowlen in der Innenstadt von Szeged, wobei sich munter, meist auf Englisch, unterhalten wurde. Die ungarische Sprache dagegen war und blieb uns deutschen Schülern ein großes Mysterium. Am Montag ereilte uns der Alltag und wir lernten zum ersten Mal die ungarische Austausch-Schule kennen. Nach einem herzlichen Willkommen und einer kurzen Vorstellungsrunde hatten wir Gelegenheit, unsere vorbereiteten Präsentationen über das jeweils andere Land vorzustellen. Danach wurden wir in gemischt deutsch-ungarische Gruppen aufgeteilt und konnten uns ein Thema wählen, das in der Woche gemeinsam bearbeitet, und am Ende mit Hilfe einer PowerPoint -Präsentation oder einem Video vorgestellt werden sollte. Themen waren z. B. das Essen, Musik oder das Schulsystem. Zum Bearbeiten der Projekte hatten wir immer von 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr Zeit, wobei wir zwischendurch in einem kleinen Restaurant Essen gegangen sind. Am Montagnachmittag konnten wir noch mit einem kleinen interessanten Stadtspiel Szeged erkunden. Weitere Nachmittage verbrachten wir oft in Cafés in kleineren Gruppen oder mit Shoppen in dem dortigen Einkaufszentrum. Den Ópusztaszer-Nationalpark besuchten wir am Mittwoch. Wir konnten dort Ostereier nach traditioneller Art bemalen und das dortige Museum besuchen. Leider war auch dabei das Wetter eher typisch für Sibirien im Winter als für Ungarn im April.

Am Donnerstag wurden dann endlich die mit viel Engagement erarbeiteten Präsentationen vorgestellt, Obwohl die Aufregung im Vorfeld groß war, lief alles perfekt. Der Erfolg wurde am Abend gebührend gemeinsam mit einer Abschlussparty gefeiert. Die ungarischen Schüler und Lehrer hatten für diese Party viel vorbereitet: so gab es selbstgebackene Muffins, Kuchen und viele andere Leckereien. Viele haben sich danach noch in einer Bar in der Innenstadt getroffen. Freitagvormittag hatten wir noch einmal Freizeit, die viele zum ausgiebigen Ausschlafen nutzten. Am Nachmittag mussten wir uns dann leider schon wieder Tschüss sagen, wobei auch nicht wenige Tränen flossen. Alles in allem war unser Ungarnaustausch sehr gelungen und hat uns nicht nur viel Erfahrungen und Spaß, sondern auch viele neue Freunde gebracht. Es lohnt sich auf jeden Fall bei einem Schüleraustausch mitzumachen. Ich persönlich freue mich schon sehr auf den Gegenbesuch der ungarischen Schüler!

 

Zum Abschluss möchten wir uns sehr herzlich bei Frau Rode und Herrn Langer bedanken. Sie haben schon im Vorfeld viel organisiert und vorbereitet, uns stets gut betreut, aber auch den nötigen Freiraum gelassen. Auch den ungarischen Gastfamilien und der Austausch-Schule möchten wir auf diesem Wege vielmals für die Gastfreundschaft und die Herzlichkeit danken. Mit viel Engagement und Freundlichkeit gestalteten die Lehrer und Schüler für uns wunderschöne und erlebnisreiche Tage. Köszönöm és viszontlátásra! Vielen Dank und Aufwiedersehen im September!

 

Besichtigung des Pelletsheizkraftwerkes in Flöha

Am Dienstag, dem 05.06.2017, besichtigten die Mitarbeiter der Schülerfirma Samsolar das Heizkraftwerk der Wohnungsgenossenschaft (WG) Flöha.
Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer der WG Flöha, Herrn Kästner, wurden die Schüler mit dem Aufbau und der Funktion des Heizkraftwerkes vertraut gemacht.
Das Besondere ist, dass in diesem Heizkraftwerk keine fossilen Brennstoffe wie Kohle, Erdöl oder Erdgas verbrannt werden, sondern Holzpellets. Das sind kleine heißgepresste Zäpfchen aus Holzspänen und anderen Holzresten, die bei der Verarbeitung von Bäumen zu Brettern und Balken oder der Verarbeitung anderer Holzteile entstehen.
Dabei wird zwar auch das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid CO2 erzeugt, aber eben nur so viel, wie der Baum zum Wachsen aus seiner Umgebung aufgenommen hat. Man nennt deshalb diese Verbrennung CO2-neutral.
Das Verblüffende an einer Pellets-Heizung ist, das die Pellets wie Öl mit Tankwagen angeliefert werden und durch Druck oder durch einen Schneckenantrieb in Rohrleitungen transportiert werden.
Die beiden Heizkessel des Kraftwerkes versorgen ca. 350 Wohnungen in Flöha. Dabei werden in der Heizperiode im Monat ungefähr zwei Tankzüge voll Pellets verbrannt, wo bei aber nur ca. 300 kg Asche im Jahr anfallen, die auch als Dünger weiterverwendet werden kann.
Nach dem Herr Kästner einige Fragen der Schüler beantwortet hatte, bedankte sich die Schülerfirma beim Geschäftsführer der WG mit zwei Plakaten zur Pellets-Herstellung und zur Pellets-Heizung, die durch den langjährigen Mitarbeiter der Schülerfirma Alister Seltmann gestaltet wurden.

Schülerfirma Samsolar