Schulhaus

Samuel von Pufendorf

Pufendorf

Der Namensgeber unseres Gymnasiums Samuel- von- Pufendorf wurde in Dorfchemnitz geboren. In seinem ehemaligen Geburtshaus befindet sich heute ein kleines Museum. Man sieht ihn dort in Lebensgröße stehen. Samuel von Pufendorf wurde als Sohn des Pfarrers Elias Esaias Pufendörfer, wie sich die Familie damals nannte,  in Dorfchemnitz geboren und hatte noch zehn Geschwister. Ein Dorfpfarrer in dieser Gegend musste auch Bauer sein. Da aber die zur Pfarrei gehörenden Ländereien nicht sehr groß waren, war die Familie nicht sonderlich reich und siedelte deshalb im Frühjahr 1633 mit fünf Kleinkindern nach Flöha um. Trotz der Wirren des Dreißigjährigen Krieges, der nun auch in Sachsen wütete, erhoffte man sich ein besseres Leben.

Samuel besuchte ab dem 03. September des Jahres 1645 die Fürstenschule zu Grimma und nahm danach ein Theologiestudium an der Universität Leipzig auf. Schon nach einem Semester wechselte er die Studienrichtung, um im folgenden Jurisprudenz, Philosophie und Mathematik zu studieren. 1656 beendete er sein Studium, das er an der Jenaer Universität fortgesetzt hatte, mit dem Magister in Philosophie. Da er nach der Rückkehr nach Leipzig keine Anstellung fand, ging er als Hauslehrer nach Kopenhagen zu dem schwedischen Gesandten Ritter Peter J.Coyet. Nach der Veröffentlichung seines ersten Buches wurde er 1661 an die Heidelberger Universität als Professor berufen. In den folgenden Jahren veröffentlichte er weitere Werke, zum Teil unter einem Pseudonym, da sie von Kritik geprägt und deshalb bei Regierung und Kirche unerwünscht waren. Deshalb verließ er seine Heimat erneut, um an der schwedischen Hochschule in Lund zu unterrichten.

Im Jahre 1677 berief ihn dann Karl Gustav, der Schwedenkönig, als Hofrat und Historiograph. In dieser Funktion sammelte Pufendorf Material zur Geschichte Europas und anderer Länder. Pufendorf, der sich genau an die Wahrheit hielt, wurde für sein Werk über das schwedische Königshaus der Titel eines Freiherrn verliehen. 1688 kam er als Historiograph und Kammergerichtsbeisitzer auf Wunsch des Kurfürsten von Brandenburg nach Berlin. 

Ein erneuter Besuch in Schweden sollte ihm zum Verhängnis werden. Er erkrankte schwer und  ein Bein musste amputiert werden. An dem darauf einsetzenden Wundfieber starb Samuel von Pufendorf dann am 26.Oktober 1694. In der Nikolaikirche in Berlin wurde er beigesetzt.

Die Vorstellung der Räume ist noch in Arbeit.

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